Tierarztpraxis Dr. Fries-Jung

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Homöopathie

Von Samuel Hahnemann vor ca. 200 Jahren entwickelte Heilmethode als Alternative zu den damals üblichen eher brutalen Therapien wie Aderlaß oder Quecksilberbehandlung. Der Grundsatz der Homöopathie lautet: "Ähnliches mit Ähnlichem bekämpfen!", was bedeu- tet: Wenn ein Mensch oder ein Tier einen Hautausschlag hat, als ob er in die Brennesseln ge- raten wäre, würde man die Symptome mit Urtica urens, der Brennessel behandeln. Daher wird ein Teil einer Brennessellösung, der sogenannten Urtinktur mit 9 Teilen Lösungsmittel ver- mengt und 10 mal auf ein Lederkissen aufgeschlagen. Dieser so hergestellte Dezimalschritt ist die sog. D1, wenn 1 Tropfen + 100 Tropfen Lösungsmittel vermischt werden ist dies die so- genannte C1. Nur wenn die Verdünnungsstufen, die Potenzen genannt werden, auf diese Wei- se hergestellt werden, wobei noch unbekannte Energien in das Lösungsmittel abgegeben wer- den, ist von einer Wirkung auszugehen. Ab der 23. Potenz ist kein Stoffmolekül mehr in der Lösung nachzuweisen, aber es werden sehr viel höhere Potenzen mit Erfolg eingesetzt. Als Ausgangsstoff der Homöopathika dienen Pflanzen – oder deren Teile, ganze Tiere (z. B. A- meisen) oder Mineralien. Im Körper wird durch die Einnahme ein Krankheit- oder Vergif- tungsprozess, das sog. Arzneimittelbild, ausgelöst, gegen das der Körper Abwehrkräfte entwi- ckelt, die die eigentlich vorliegende Erkrankung ausheilen. Wenn Homöopathika eingesetzt werden, ohne dass eine Krankheit vorliegt, kann der Körper dadurch Krankheitserscheinun- gen zeigen: Man hat das Arzneimittelbild ausgelöst. Daher nicht kritiklos selbst mit homöopa- thischen Mitteln herumexperimentieren. Aufgrund des oben beschriebenen Wirkungsmecha- nismus kann es auch gelegentlich eine sogenannte Erstverschlimmerung geben, die aber häu- fig ein erster Schritt zur Heilung ist.
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